Wissenswertes zu den 4 Mobilfunknetzen in und um Karlsruhe

Weils immer wieder gefragt wird, verbreite ich hier mal meine ganz subjektive Meinung zu den 4 Mobilfunknetzen in und um Karlsruhe. Die einzelnen Einschätzungen beruhen hauptsächlich auf vollkommen subjektiven Empfindungen und Erfahrungen. Wen ein direkter Vergleich der Basisstationen von D1 und D2 interessiert, für den gibt es hier ein Overlay für die TOP50, in dem alle BTSen im Stadtgebiet eingezeichnet sind.

Für die Erlaubnis zur Verwendung Ihrer Logos möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei E-Plus Mobilfunk und bei VIAG Interkom bedanken.

Leider hat mir 'T-Mobil' die Verwendung ihres Logos untersagt. Versorgung: Im Stadgebiet aktuell 45 Standorte (2/0/44) mit 134 Zellen. Die Flächendeckung von D1 ist im 'Kerngebiet' bis jetzt unübertroffen, die Inhouse-Versorgung ist sehr gut. Die Versorgung des Umlands ist jedenfalls entlang der übergeordneten Strassen und in den meisten Ortschaften gut. Naja. Nicht immer. Manchmal (selten) leichtes bis mittelschweres Netzschwächeln.
Man scheint bei T-D1 vom Motto 'Leistung statt Sender' abgekommen zu sein, die postalische Trantütigkeit der vergangenen Jahre scheint einer gewissen Dynamik gewichen zu sein.
peinliche Lücken: Die L604 Waldstadt-Eggenstein ist tot. Keine Versorgung der B500. Wössingen. Die L572 ab Pforzheim. Die Ortschaften rund um Bühl.
Optik: Nun. Ja. Man kann ja nicht alles haben, und 'Optik' war noch nie wirklich die Stärke von D1. Obwohl ich in letzter Zeit eine erfreuliche Tendenz zum Bau von unauffälligeren Sendeanlagen erkenne, etwa die BTS 'Karlsruhe Marktplatz'
Fazit: Zur Zeit ganz klar die erste Wahl.
E+ Versorgung: Die innerstädtische Versorgung ist sehr gut (auch Inhouse), wie bei D2 aber an einigen (immer weniger) Stellen ein wenig schwächlich. Interessanterweise schafft es Eplus an einigen Stellen, den anderen Betreibern eine lange Nase zu drehen und versorgt Gebiete, in denen sonst keiner telefoniert.
Optik: Naja. Nicht immer dezent. Eplus zeigt einen gewissen Hang zu vielen, großen, häßlichen Richtfunkantennen. Ein klares Highlight (im positiven Sinne) ist allerdings eine Installation in Weingarten. Das muß denen erst mal einer nachmachen.
Fazit: Gut, mit der Tendez zu besser.
Leider hat mir 'D2 vodafone' die Verwendung ihres Logos untersagt. Versorgung: Tendenziell peinlich. Im Stadtgebiet aktuell 34 Standorten (5/3/26) mit 89 Zellen. Die Flächendeckung ist im 'Kerngebiet' normalerweise ganz gut, die Inhouse-Versorgung ist teilweise gut, teilweise schwächlich, teilweise nicht vorhanden. Das Netz leidet erkennbar an Überlastung (Innenstadt, Knielingen), manche BTSen pfeifen aus dem letzten Loch (aka Timeslot...;-). Die Versorgung des Umlands ist tendenziell schlecht, selbst Bundesstrassen sind teilweise nur dürftig versorgt. Die Inhouseversorgung, selbst in grösseren Ortschaften, existiert im allgemeinen nicht. Und wenn wir uns an die vollmundigen Prospektaussagen erinnern: ' ...beste Sprachqualität... ' . Von wegen. Anstatt die Netzkapazität mit dem Aufbau neuer Standorte zu erhöhen, wird bei hoher Auslastung auf Halfrate-Codec umgeschaltet.
peinliche Lücken: der Rheinhafen (naja) und die Südweststadt (teilweise noch nicht mal Outdoor). Die L604 Waldstadt-Eggenstein ist tot. Rintheim, Hagsfeld, Durlach und Rüppurr (teilweise). Das Albtal. Keine Versorgung der B500. Wössingen.
Optik: Gelungen. D2 führt vor, wie erfreulich wenig man von Basisstationen sehen muß. In den letzten Monaten erkennt man aber einen gewissen Trend zur Nachlässigkeit, die wenigen) Neuinstallationen werden zunehmend größer, bolliger und häßlicher.
Fazit: Naja. Eigentlich schade, war mal ein wirklich überzeugendes Netz. Besser als DECT allemal.
VIAG Versorgung: Das Stadtgebiet gilt als versorgt, ein weiterer Netzausbau findet scheinbar zur Zeit nicht mehr statt. Wenn VIAG da ist, dann richtig und erkennbar besser als bei D2.
Dem Netz selbst fehlt im Moment ein wenig die Fläche, sobald man besiedelte Gebiete oder die Autobahnen verläßt, ist oft Sense.
Optik: Ja. Wie soll ichs nennen? Gleichförmig ist ein guter Ausdruck. Im Stadtgebiet sehen VIAG-BTSen immer gleich aus, klein, nicht unbedingt versteckt, aber durch ihre Größe relativ unauffällig. Aber auch hier das eine oder andere Highlight, zum Beispiel die Station in Baden-Baden.
Fazit: Trotz eines gewissen Respekts für den erstaunlichen Netzstarts muss ich mich doch gelegentlich über dieses Netz wundern. Die fast chronischen Ausfälle einiger Netzdienste, die teilweise frappierend ahnungslose Hotline bieten ein gespaltenes Bild. Zum Testen eventuell mal ein LOOP-Package kaufen.

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