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MPLS

Multiprotocol Label Switching

MPLS ermöglicht die verbindungsorientierte Übertragung von Datenpaketen in einem verbindungslosen Netz entlang eines zuvor aufgebauten („signalisierten“) Pfades. Dieses Vermittlungsverfahren wird überwiegend von Betreibern großer Transportnetze eingesetzt, die Sprach- und Datendienste auf Basis von IP anbieten, z.B. große Internetprovider oder mittlerweile auch Mobilfunknetz-Betreiber in ihren Backbones.

MPLS wurde eingeführt, um verschiedene Vorteile verbindungsorientierter Vermittlung in ansonsten verbindungslosen Netzen nutzen zu können. Hierzu gehört einerseits die Ermöglichung einer schnelleren Verarbeitung eines Paketes durch eine vereinfachte Adressierung mit Hilfe sogenannter Labels; dieser Vorteil gegenüber traditionellem Longest Prefix Match-Forwarding wurde jedoch mittlerweile durch fortgeschrittene Technologien (ASICs) relativiert. Andererseits ermöglicht MPLS dem Netzbetreiber die Vorgabe beliebiger Pfade in seinem Netz, was mit traditionellen Routingprotokollen wie beispielsweise Open Shortest Path First (OSPF) oder IS-IS nicht möglich ist.

mpls.txt · Zuletzt geändert: 2010/06/10 20:24 (Externe Bearbeitung)